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Publiziert: 16 Mai 2023
Aktualisiert: 01 Juli 2024

Autarkiegrad

Autarkie, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit – Dies wird auch in Bezug auf die Energieversorgung immer beliebter. Mithilfe einer eigenen Photovoltaikanlage ist es möglich, einen erheblichen Teil des Strombedarfs eigenständig zu erzeugen und daher den grössten Teil der Stromversorgung eigenständig zu leisten. Es ist ein positives Gefühl, seine eigene Energiewende unabhängig von den Strompreisen voranzutreiben. Wenn es darum geht, eine Solaranlage wirtschaftlich und unabhängig zu nutzen, ist der Autarkiegrad immer wieder der Massstab, an dem sich Wirtschaftlichkeit und Unabhängigkeit ausrichten lassen.

Was genau ist der Autarkiegrad? Wie setzt er sich zusammen? Autarkie in Photovoltaikanlagen? Wir geben Antworten auf diese wichtigen Fragen zur Solarenergie.

Was genau ist der Autarkiegrad?

Der Ausdruck „Autarkie“ bezieht sich auf die Menge an Energie, die ein Verbraucher nicht vom Netz bezieht. Er erklärt somit die Menge an Strom, die aus der eigenen Photovoltaikanlage erzeugt wird und die Menge, die von externen Anbietern hinzugefügt werden muss. Je effizienter die Energieversorgung ist, desto grösser ist der Anteil des eigenen Stroms im Verhältnis zum Gesamtbedarf.
Der Ausdruck „Autarkiegrad“ bezieht sich auf den Prozentsatz der Unabhängigkeit. Wenn z. B. 10 % der Energie von der Solaranlage kommt, hat man 10 % Unabhängigkeit und somit 10 % Autarkiegrad.

Autarkie und Photovoltaikanlage

Der Autarkiegrad einer Photovoltaikanlage beschreibt, inwieweit die Anlage in der Lage ist, den eigenen Strombedarf aus eigener Erzeugung zu decken, ohne auf das öffentliche Stromnetz angewiesen zu sein.

Eine PV-Anlage erzeugt Strom aus der Sonnenenergie und speist diesen in das Stromnetz ein. Der Autarkiegrad gibt an, welcher Anteil des erzeugten Stroms im eigenen Gebäude verbraucht wird und nicht ins Stromnetz eingespeist werden muss. Wenn eine PV-Anlage den gesamten Strombedarf eines Gebäudes decken kann, beträgt der Autarkiegrad 100 %. Ist die Anlage jedoch nur in der Lage, einen Teil des Strombedarfs abzudecken, ist der Autarkiegrad entsprechend niedriger.

Um den Autarkiegrad zu erhöhen, können verschiedene Massnahmen ergriffen werden. Zum Beispiel können grössere oder effizientere PV-Module installiert werden, um mehr Strom zu erzeugen. Auch eine Optimierung des Eigenverbrauchs durch den Einsatz von Speichersystemen oder die Steuerung von Verbrauchern kann den Autarkiegrad erhöhen. Ein höherer Autarkiegrad kann dazu beitragen, die Abhängigkeit von Stromversorgern zu reduzieren und die Energiekosten zu senken. Zudem trägt er dazu bei, den eigenen Stromverbrauch und die damit verbundenen CO₂-Emissionen zu reduzieren.

Wichtig zu sagen ist, dass der Autarkiegrad ungleich dem Eigenverbrauchsgrad ist. Eigenverbrauch bezieht sich auf den Anteil der produzierten Energie, die selbst verbraucht wird. Autarkie hingegen bezieht sich auf den Anteil der verbrauchten Energie, die selbst hergestellt wurde.

Was ist ein "guter" bzw. "schlechter" Autarkiegrad?

Es ist schwer zu sagen, ab wann ein Autarkiegrad nun «gut» oder «schlecht» ist. Üblich ist, dass eine PV-Anlage ohne Stromspeicher einen Autarkiegrad von 30 bis 40 % erreichen kann. Wenn ein Stromspeicher hinzugefügt wird, kann der erreichbare Autarkiegrad um bis zu 80 % erhöht werden, da die eigene Energie zwischengespeichert und flexibel genutzt werden kann, wenn diese benötigt wird.