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Publiziert: 22 Juni 2023
Aktualisiert: 03 Mai 2024

Berechnung des Eigenverbrauchs von Solarstrom über Bilanz- und Solarzähler

Die Eigenverbrauchsberechnung spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, den Anteil von Solarenergie am Verbrauch in Wohnungen zu ermitteln. Dabei werden meistens zwei verschiedene Methoden verwendet: die Berechnung über Bilanzzähler und die Berechnung über Solarzähler. In diesem Beitrag werden die Unterschiede zwischen den beiden Ansätzen erläutert und Empfehlungen gegeben.

Es gelten zwei Grundsätze bei der Abrechnung von Eigenverbrauch:

  • Die physische Realität kann niemals genau abgebildet werden, da es um eine möglichst genaue Annäherung an die physische Realität. Die Abrechnung von Energie muss praktisch möglich sein. So wird z. B. in 15 Minuten Schritten abgerechnet, während man theoretisch auch in Millisekunden oder Stunden abrechnen könnte und jedes Mal minimale Unterschiede entstehen könnten.
  • Es gilt der wichtigste Grundsatz, dass nur genau so viel Energie in Rechnung gestellt wird, wie der Verbraucher nutzt. Somit gilt beim Zähler des Verbrauchers ein Nulltoleranz-Ansatz.
Eigenverbrauch über Bilanzzähler

Bei der Berechnung des Eigenverbrauchs über Bilanzzähler wird die Gesamtsumme aller Wohnungen ermittelt und mit dem Strombezug verglichen. Hierbei spielt die Rücklieferung von Solarstrom keine Rolle, sondern dient maximal als optionaler Kontrollwert. Sobald ein Teil der Energie vom eigenen Dach kommt, ist der Verbrauch in den Wohnungen höher als der externe Strombezug aus dem Netz. Die Differenz zwischen Verbrauch und Bezug wird dann als Autarkiegrad umgerechnet und den einzelnen Wohnungen zugeordnet.

Dieser Ansatz berücksichtigt auch mögliche Ungereimtheiten wie Kabelverluste oder Batteriespeicherung und liefert daher relativ präzise Resultate der physischen Realität. Aufgrund der Genauigkeit, Fairness und der Toleranz gegenüber Ungereimtheiten wird empfohlen, den Bilanzzähler zur Berechnung des Eigenverbrauchs zu verwenden. Bei zevvy basiert diese Berechnung auf 15-Minuten Werten.

Eigenverbrauch über Solarzähler

Die Berechnung des Eigenverbrauchs über Solarzähler erfolgt anhand verschiedener Szenarien. Wenn innerhalb eines 15-Minuten-Intervalls genauso viel oder mehr Solarstrom produziert wird, als alle Wohnungen zusammen verbrauchen, liegt der Eigenverbrauch bei 100 %. Wenn beispielsweise nur 50 % des Solarstroms produziert werden, wird dieser Wert jeder einzelnen Wohnung zugeordnet. Wird überhaupt kein Solarstrom produziert, liegt der Eigenverbrauch bei 0 %. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass bei dieser Methode Ungenauigkeiten auftreten können und mögliche Ungereimtheiten nicht erkannt werden.

Fazit

Während die Berechnung über Bilanzzähler präzisere Ergebnisse liefert und Ungereimtheiten einbezieht, ist die Berechnung über Solarzähler meistens korrekt, aber leicht fehleranfälliger. In jedem Fall bleibt, dass nur so viel Energie in Rechnung gestellt wird, wie in die Wohnungen geflossen ist. Die effektiven Unterschiede der zwei Berechnungsarten sind daher minimal beziehungsweise vernachlässigbar.

Bei zevvy können beide Berechnungsarten genutzt werden. Zusätzlich sollte auch erwähnt werden, dass MID Zähler («Measurement Instruments Directive») verwendet werden sollten.